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In vielen
Unternehmen hat sich das Phänomen des "BPM Backslide" zu einem
nicht mehr vernachlässigbaren Problem entwickelt. Unter "BPM
Backslide" wird die Rückkehr der Anwender zu bisher vertrauten,
eingefahrenen Arbeitsmustern verstanden. Die Gründe dafür sind
mannigfaltig, vor allem aber die von Anwendern wahrgenommene
Inflexibilität der Software-Applikationen. Geschäftsprozesse sind
zu starr und lassen sich nur aufwändig an geänderte Anforderungen
anpassen. Die meist personell unterbesetzte Informatikabteilung hinkt
chronisch hinterher und kann Änderungs- und
Erweiterungsanforderungen nicht zeitnah befriedigen.
Anwender finden
kreativ Wege, die sie für produktiver halten, wobei die
Informatikabteilung von diesen Arbeitsmustern meist nichts erfährt.
Oft nutzen Anwender unterstützend bereits vertraute Office Software
wie etwa Microsoft Excel und Microsoft Access. Das Ergebnis ist "BPM
Backslide".
Die Gefahr des "BPM Backslide" lässt sich durch frühzeitiges Einbeziehen der
Anwender bei der Prozessmodellierung zumindest eindämmen. Oft aber
werden Anwender nicht gehört oder deren Vorschläge nicht genügend
berücksichtigt. Dann entsteht eine Art "Paralleluniversum", das
Reibungsverluste und Kosten verursacht..
Im Ergebnis
verliert die Informatikabteilung kontinuierlich die Kontrolle über
die Geschäftsprozesse, denn es koexistieren zwei Versionen eines
Geschäftsprozesses: die "offizielle" Version und eine "Schattenversion". Ein "Schatten-Geschäftsprozess" ist der
Prozess, der aus Anwendersicht die geforderten Ergebnisse erzielt.
Manche Geschäftsprozesse haben sogar mehrere Schattenversionen,
wobei im Extremfall jeder Anwender seine eigene Version entwickelt.
Um das "Zwei-Welten-Syndrom" zu eliminieren und die Kluft zwischen
offiziellen und Schatten-Geschäftsprozessen zu beseitigen, müssen
die Fachabteilungen eine ausgedehntere Kontrolle über den gesamten
Lebenszyklus ihrer Geschäftsprozesse erhalten. Bisher sind derartige
Bestrebungen allerdings wegen mangelnder Flexibilität und
Leistungsfähigkeit der Geschäftsprozess-Managementsysteme (Business
Process Management Systems, BPMS) fast immer gescheitert.
Zusätzlich zu den
stark strukturierten Geschäftsprozessen, wie z.B.
Auftragsbearbeitung, wird zunehmend Unterstützung für
unstrukturierte bzw. ad hoc-Geschäftsprozesse gefordert.
Unstrukturierte Geschäftsprozesse übersteigen die Anzahl
strukturierter Geschäftsprozesse in vielen Unternehmen bei weitem.
Allgemeinen Schätzungen zufolge liegt der Anteil unstrukturierter
Geschäftsprozesse bei über 60%, und in manchen Branchen noch weit
darüber.
Unstrukturierte,
vom Ablauf her nicht vorhersehbare Geschäftsprozesse, sind
wissensintensiv und verlangen eine völlig andersartige Technologie
und Methodologie. Mit dem Begriff "Adaptive Case Management"
(ACM) wird das Management hochgradig dynamischer, Geschäftsprozesse
beschrieben, die durch ein intensives Zusammenwirken vieler Personen
geprägt sind. Weiteres Differenzierungsmerkmal ist die
zielorientierte (goal-.oriented) Ausführung unstrukturierter
Prozesse, während strukturierte Prozesse (z.B. Bearbeitung eines
Zahlungseingangs) als prozedurale Prozesse den Ablauf von Anfang bis
Ende spezifizieren.
Jedes Unternehmen verfügt über ein breites
Spektrum an Geschäftsprozessen, die alle Schattierungen von
unstrukturierten bis hin zu hochgradig strukturierten Prozessen
überspannen. Die heute eingesetzten BPMS können nicht die gesamte
Bandbreite an Geschäftsprozessen gleich gut unterstützen. Sie
unterstützen vor allem strukturierte Prozesse mit relativ geringer
Änderungsdynamik und werden unter Kontrolle der Informatikabteilung
betrieben.
Viele Unternehmen haben schon vor Jahren ein BPMS
eingeführt. Hinzu kommen Anwendungssysteme wie beispielsweise
Customer Relationship Management (CRM), die in bestimmten Grenzen
ebenfalls BPM unterstützen. Eine Lösung für unstrukturierte und
änderungsintensive teilstrukturierte Prozesse fehlt jedoch
weiterhin.
Um einer Lösung näher zu kommen, bieten sich im
Wesentlichen zwei Alternativen an: zum Einen könnte die Beschaffung
eines Adaptive Case Management (ACM) System erwogen werden, zum
Anderen eine Lösung, die das gesamte Spektrum an
Prozessstrukturierungsgraden unterstützt. Während ein ACM-System
die Phalanx eigenständiger IT-Lösungen erweitert, eröffnet eine
Integrationslösung das Potenzial, Speziallösungen langfristig
überflüssig zu machen und die umfängliche Verantwortlichkeit für
BPM zunehmend in die Fachabteilungen zu verlagern.
An dieser Stelle soll lediglich die letztgenannte
Alternative eingehender beleuchtet werden. An diese wären
konsequenterweise Anforderungen zu stellen, die hauptsächlich auf
die Einsatztauglichkeit in den Fachabteilungen abzielen.
Wesentliche Anforderungen orientieren sich an den
Charakteristika unstrukturierter Prozesse. Diese sind typischerweise
nicht wiederholbar, obgleich es häufig einen Standardablauf gibt,
der "Best Practice" abbildet. Jedoch kommt es häufig vor, dass
der Ablauf während der Prozessausführung geändert werden muss.
Beispielsweise kann es notwendig werden, während der Bearbeitung
einer Reklamation eines wichtigen Kunden in den Prozess weitere
Aktivitäten einzufügen.
Anwender, die unstrukturierte Prozesse modellieren
und ausführen, benötigen eine Software-Umgebung, die sich von der
von herkömmlichen BPMS bekannten grundlegend unterscheidet. Da sich
der Ausführungsfluss nicht vorhersehen lässt, kann ein Prozess nur
ansatzweise modelliert werden. Vielmehr "wächst" ein Prozess zur
Ausführungszeit. Am Prozess beteiligte Anwender müssen deshalb
Prozessmodellierung und -ausführung kombinieren können.
Seit wenigen Jahren sind Software-Systeme
verfügbar, die mit einem universalen Ansatz das gesamte Spektrum von
unstrukturierten bis hin zu hochgradig strukturierten Prozessen
unterstützen. Dieser Spagat kann jedoch nur mit einer neuartigen
Architektur der Software gelingen.
Den Kern der Architektur bildet das Konzept des
Business Artifact, von IBM auch als Business Entity bezeichnet. Ein
Business Artifact verkapselt Prozesse und Daten, ein grundlegender
Unterschied zu Software-Systemen, die Prozesse und Daten getrennt
voneinander halten (beispielsweise Daten und Prozesse in getrennten
Datenbanktabellen).
Durch das Verschmelzen von Prozessen und Daten
eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten zur Komposition von
Business Artifacts. Das Prinzip lässt sich sehr gut anhand der
Chemie illustrieren. Materie existiert in chemischer Form als Atome
und Moleküle. Während Atome, repräsentiert im Periodensystem, die
Grundbausteine von Materie ausmachen, bestehen Moleküle aus
mindestens zwei unterschiedlichen Elementen, die durch chemische
Verbindungen zusammengehalten werden. Atome und Moleküle lassen sich
zu komplexeren Verbindungen zusammenfügen.
Business Artifacts können sowohl Atome als auch
Moleküle sein. Ein Atom wäre beispielsweise ein Attribut wie z.B. "Rechnungsnummer" oder "Vorname". Es wäre irreführend, den
Begriff "Datenfeld" zu verwenden, da das Business Artifact auch
Prozesse verkapselt. Gemeint sind Prozesse, die den Lebenszyklus
eines Business Artifact steuern, wie beispielsweise das Erzeugen
einer Rechnungsnummer, das Ändern eines Familiennamens usw. Auch
Änderungen von Datenwerten erfolgen prozessgesteuert, auch wenn der
Prozess nur wenige Prozessschritte umfasst, die wiederum nur von dazu
berechtigten Rollen ausgeführt werden dürfen.
Business Artifacts lassen sich durch Komposition
zu grösseren Einheiten aggregieren. Beispiele sind Implementierungen
von Konzepten der realen Welt, wie etwa "Rechnung" oder "Artikel". Ebenso lassen sich auch Geschäftsprozesse durch
Komposition von Business Artifacts realisieren. Ebenso lassen sich auch Geschäftsprozesse durch
Komposition von Business Artifacts, die Konzepte wie etwa "Aktivität"
(Activity), "Ereignis" (Event) oder "Gateway" verkörpern,
realisieren.
Jedes Business Artifact ist integrales Element der
Business Architecture, dem "Bauplan" eines Unternehmens, der
Strukturen, Prozesse und auch Business Semantics sichtbar macht. Die
Business Architecture ist im Umkehrschluss gewissermassen das
allumfassende Business Artifact.
In den meisten Unternehmen spielt das Konzept der
Business Architecture faktisch keine Rolle. Der Versuch, die Business
Architecture zu beschreiben, scheitert an Modellbrüchen und hoher
Änderungsdynamik. Die dokumentierte Business Architecture hinkt der
Realität stets hinterher und hat daher nur sehr beschränkten
Aussagewert. Deshalb kann eine Business Architecture nur dann einen
wirklichen Wert entfalten, wenn sämtliche Änderungen auf der Ebene
der Business Architecture erfolgen und Modellbrüche vollständig
eliminiert sind. Dann ist Real-time Change Management auf
Unternehmensebene realisierbar.
Die Business Architecture gründet auf einem
Metamodell, das die Elemente beschreibt, die in der Business
Architecture vorkommen dürfen. Ausserdem beschreibt das Metamodell
die möglichen Beziehungen zwischen Modellelementen.
Als praktisches Beispiel mögen zwei Konzepte auf der
Metamodellebene dienen, "Geschäftsprozess" und "Key
Performance Indicator", die über eine Beziehung miteinander
verbunden sind. Dies bedeutet, dass einem Geschäftsprozess ein Key
Performance Indicator zugewiesen werden kann.
Im weiteren Kontext der Business Architecture
wurden bereits diverse Metamodell-Spezifikationen von
Standardisierungsgremien erarbeitet bzw. befinden sich derzeit in
Arbeit. Die Object Management Group (OMG) verantwortet die meisten
dieser Spezifikationen. Jede dieser Metamodell-Spezifikationen, wie
beispielsweise das Organization Structure Metamodel, repräsentiert
ein Fragment eines virtuellen, gesamtheitlichen Business Architecture
Metamodells.
Standardisierungsgremien arbeiten fokussiert auf
einen bestimmten Problembereich im Rahmen eines umrissenen Mandats.
Dass dabei der Blick auf das grosse Ganze fehlt, verwundert nicht.
Deshalb werden Spezifikationen parallel und oft ohne Abstimmung der
verschiedenen Gruppen untereinander erarbeitet. Mögliche
Überlappungen sind deshalb nicht verwunderlich. Andererseits können
sich Software-Hersteller auf solche Metamodell-Standards verlasen und
diese in ein kohärentes Metamodell integrieren, das einem
Software-Produkt zugrunde liegt.
Aus dem Modellblickwinkel betrachtet besteht die
Business Architecture aus einer Vielzahl von Business
Artifact-Modellen. Jedes Modell ist gleichzeitig eine Vorlage
(Template) für das Erzeugen von realen Objekten (Modellinstanzen).
Beispielsweise lässt sich aus dem Template des Geschäftsprozesses "Ware ausliefern" die Geschäftsprozessinstanz erzeugen, die die
Warenauslieferung für Auftrag 12345 konkret steuert.
Sodann stellt sich die Frage, wie in Business
Artifacts verkapselte Prozesse ausgeführt werden können. Wenn
Anwender zur Ausführung in der Lage sein sollen, muss die
Übersetzung von Modellen in ausführbaren Programm-Code unmerklich
erfolgen. Übersetzung und Ausführung verschmelzen somit zu einem
Schritt, der von einer "Ausführungsmaschine" (Execution Engine)
gesteuert wird.
In der Konsequenz ist ein Kontrapunkt zur gängigen
Art und Weise der Software-Bereitstellung gesetzt, die aus einer
Vielzahl von Modellen unterschiedlichen Typs ausführbaren Code
erzeugt und ohne Reibungsverluste zwischen fachlicher Seite und der
Informatikabteilung nicht auskommt.
Business Artifacts lassen sich mit einem einzigen
Modelltyp beschreiben. Modelltransformationen können entfallen, und
damit werden auch die unvermeidlichen Informationsverluste bei
Transformationen eliminiert. Dem "Modellchaos" mit
sichtspezifischen, einander teilweise überlappenden Modellen, ist
Einhalt geboten. Wenig überraschend wird somit die "Wertschöpfungskette" der Software-Produktion drastisch
verkürzt. Im Ergebnis wird die Produktivität gesteigert und die
Reaktionsfähigkeit beschleunigt.
Bisherige Erfahrungen mit dem Business
Artifact-Konzept überzeugen. Im Vergleich zu herkömmlicher
Software-Entwicklung sind Business Artifacts sehr viel schneller
erstellt und miteinander kombiniert. In manchen Fällen bewegte sich
die Realisierungsdauer im Bereich von 5% gegenüber herkömmlicher
Software-Entwicklung.
Die Produktivität lässt sich mit Hilfe von
Content Packs weiter steigern. Content Packs umfassen vorgefertigte
Business Artifacts für bestimmte Wirtschaftszweige oder
Anwendungsbereiche (z.B. Customer Relationship Management, Innovation
Management usw.). Vorgefertigte Business Artifacts verkapseln
Standardlösungen, die sich natürlich an unternehmensspezifische
Anforderungen anpassen und verfeinern lassen. Content Packs werden
vom Software-Hersteller selbst oder von einem Drittanbieter
bereitgestellt.
Das Anpassen und Zusammenfügen von Business
Artifacts lässt sich von Personen ohne spezielle IT-Kenntnisse
bewerkstelligen und erfordert in etwa ein Kenntnisniveau, das auch
für das Arbeiten mit Office-Software erforderlich ist. Gleichwohl
kann auf konventionelle Programmierung nicht vollständig verzichtet
werden, etwa wenn komplexere Berechnungen erforderlich sind.
In der Gesamtschau lässt sich ein derartiges, auf
dem Business Artifacts-Konzept gegründetes, Software-System als
Dynamic Enterprise
Management System (DEMS) bezeichnen. Es vereinigt bisher getrennte
Software-Systeme, insbesondere Business Process Management (BPM),
Adaptive Case Management (ACM), Information Asset Management (IAM),
Enterprise Architecture Management (EAM) und Business Semantics
Management (BSM). Damit sind alle wichtigen Bereiche des integrierten
Enterprise Management abgedeckt.
Das
Attribut "dynamic" ist vollauf berechtigt. Schliesslich lässt
sich die Ausführung von Prozessen zu jeder Zeit von jeder Person,
die über die erforderlichen Rechte verfügt, beeinflussen. "Schattenprozessen" ist die Grundlage entzogen. Real-time Change
Management ist Realität.
Seit
einigen Jahren sind einige wenige Software-Produkte verfügbar, die
als Dynamic Enterprise Management System (DEMS) angelegt sind. Dazu
zählen die Living Systems Suite (Whitestein Technologies AG), Appway
(Appway Software AG), CONTINUITY (ICS GmbH) sowie die Communications
and Process Platform (ISIS Papyrus Group).
Software-Herstellern scheint die
Produktpositionierung und das Erschliessen neuer Akquisitions- und
Vertriebskanäle Schwierigkeiten zu bereiten. Während bisher primär
die Informatikabteilung Adressat der Vertriebsbemühungen war,
wandelt sich jetzt das Vertriebsmodell grundlegend. Jetzt befinden
sich die Ansprechpartner in den Fachabteilungen.
Betriebswirtschaftlich orientierte Argumentation hat Vorrang vor der
bisher geübten techniklastigen.
Auch bei der Akquisition von
Dienstleistungspartnern, wie etwa Consulting Services Partner oder
Cloud Computing Services Provider, haben es die Software-Hersteller
nicht leicht. Gerade Cloud Computing Services sind auf Skaleneffekte
ausgelegt. Die Zurückhaltung unabhängiger Services Provider ist
verständlich solange DEMS-Lösungen noch wenig verbreitet sind.
DEMS-Hersteller können jedoch selbst die Rolle eines Cloud Computing
Services Provider übernehmen, um Kunden eine niedrige
Einstiegschwelle zu bieten.
Die bisher gering ausgeprägten Marketing- und
Vertriebsbemühungen der Software-Hersteller lassen eine zögerliche
Verbreiterung der Installationsbasis der DEMS erwarten. Dem enormen
Marktpotenzial steht eine begrenzte Marketing-Feuerkraft der
vornehmlich kleinen und mittelständischen DEMS-Hersteller gegenüber.
Dabei klingen die Nutzenargumente überzeugend.
Der Einstieg in die DEMS-Nutzung gelingt mit geringstem Risiko und
niedrigsten Kosten mit einer Cloud Computing-Lösung. Der
Software-Hersteller oder ein Drittanbieter betreiben das DEMS für
mehrere Kunden parallel, wobei aber für jeden Kunden eine
abgeschottete Umgebung bereit gestellt wird. Kunden nutzen das DEMS
über das Internet. Der Wechsel auf eine Inhouse-Installation ist
problemlos möglich.
In der Gesamtschau betrachtet lässt sich das
Problem des "BPM Backslide" nur durch eine Flexibilisierung des
Modellierungsprozesses auf Basis ausführbarer Modelle lösen. Die
Modellierung von Geschäftsprozessen wird in die Fachabteilungen
rückverlagert, wobei im Wesentlichen der Prozessstrukturierungsgrad
bestimmt, wer die Modellierung übernimmt. Während strukturierte
Prozesse mit geringer Änderungsdynamik vorwiegend in den Bereich des
Business Analyst fallen, werden unstrukturierte Prozesse zur
Ausführungszeit von Personen „komponiert“, die als "Wissensarbeiter" ohne spezifischen IT-Hintergrund bezeichnet
werden können. Die Business Architecture bildet die gemeinsame
Grundlage, und deshalb ist es auch möglich, neue Geschäftsprozesse
sehr schnell aus strukturierten und unstrukturierten Teilprozessen zu
erzeugen.
Im Endeffekt ist den Argumenten für "BPM
Backslide" der Boden entzogen. Die Individualisierung von
Geschäftsprozessen wird mit einem DEMS wesentlich erleichtert, und
die Zeitspanne zwischen Modellierung und Ausführung schrumpft
praktisch auf Null.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ergeben sich
ebenfalls messbare Nutzeneffekte. Signifikante Kosteneinsparungen
durch wesentlich kürzere Implementierungszeiten, durch Vermeidung
von Mehrfacharbeit und geringere Fehlerraten sind beileibe nicht das
einzige Argument. Das Konzept der Business Artifacts unterstützt
auch auf natürliche Weise die Einbindung von Governance- und
Compliance-Prozessen. So lässt sich der gesamte Lebenszyklus von
Prozessen auf einheitliche Weise beschreiben und verwalten.
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